Maschinelle Übersetzung interessiert viele

Wie brisant das Thema der Neuronalen Maschinellen Übersetzung (NMÜ) ist, zeigte sich am 20.9.2019 beim ersten Expertenfrühstück der tekom Österreich in der Wirtschaftskammer Wien: Viele interessierte Teilnehmer informierten sich über die verschiedenen Aspekte und Hintergründe dieser neuen Technologie.

Das Thema Neuronale Maschinelle Übersetzung, NMÜ, interessierte viele beim ersten Expertenfrühstück der tekom Österreich in der Wirtschaftskammer Wien am 20.9.2019.

Das Thema Neuronale Maschinelle Übersetzung, NMÜ, interessierte viele beim ersten Expertenfrühstück der tekom Österreich in der Wirtschaftskammer Wien am 20.9.2019.

Der Landesverband Österreich der tekom Europe, des weltweit größten Fach- und Berufsverband für Technische Kommunikation, hatte ein Networking-Event mit Tiefgang organisiert, bei dem das Trendthema NMÜ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wurde.

Grundlagen

Einen kompakten Einblick in die Entstehung, Grundarchitektur und einen informativen Ausblick auf mögliche Entwicklungsszenarien von NMÜ bot Dagmar Gromann

Einen kompakten Einblick in die Entstehung, Grundarchitektur und einen informativen Ausblick auf mögliche Entwicklungsszenarien von NMÜ bot Dagmar Gromann

Einen kompakten Einblick in die Entstehung, Grundarchitektur und einen informativen Ausblick auf mögliche Entwicklungsszenarien von NMÜ bot Dagmar Gromann. Die Assistenzprofessorin für Translatorische Terminologiewissenschaft und Übersetzungstechnologien an der Universität Wien arbeitet vorrangig an diesem Themengebiet. Mit einem speziellen „Schmankerl“ wartete Dagmar Gromann mit dem Hinweis auf die Herausforderungen auf, die der NMÜ durch die sogenannte Varietätenlinguistik erwächst. Als Beispiel seien hier nur die Unterschiede zwischen dem Deutsch, wie es in Deutschland verwendet wird, und jenem Deutsch, wie es in Österreich zur Anwendung kommt, genannt. Für Gelächter sorgte in diesem Zusammenhang das Beispiel, in dem eine NMÜ Engine bei einem Übersetzungsversuch den österreichischen “Mistkübel” (alias “Mülleimer”) in einen „dung bucket“, also einen “Mistbehälter”, verwandelte. Darüber hinaus gab Dagmar Gromann den technischen Redakteuren im Publikum nützliche Tipps zur Vorbearbeitung („Pre-Editing“) von Texten. Die Einhaltung dieser Regeln beim Erstellen eines Textes führt zu einer verbesserten MÜ-Ausgabe.

Übersetzungswelt

Anita Wilson und Mariella Zeginigg sind mit den täglichen Fallstricken von NMÜ im Übersetzungsalltag vertraut. In ihrer Präsentation zeigten sie auch, wie NMÜ konkret die Arbeit von Übersetzern, Übersetzungsabteilungen und -Dienstleistern verändert.

Anita Wilson und Mariella Zeginigg sind mit den täglichen Fallstricken von NMÜ im Übersetzungsalltag vertraut. In ihrer Präsentation zeigten sie auch, wie NMÜ konkret die Arbeit von Übersetzern, Übersetzungsabteilungen und -Dienstleistern verändert.

Nach dem hochinteressanten theoretischen Input konzentrierte sich der Vortrag von Anita Wilson und Mariella Zeginigg darauf, wie NMÜ die Arbeit von Übersetzern, Übersetzungsabteilungen und Übersetzungsdienstleistern verändert. Als CEO bzw. Head of Language Services bei eurocom Translation Services sind beide mit den täglichen Fallstricken von NMÜ im Übersetzungsalltag vertraut. Für sie ist auch hier von entscheidender Bedeutung, die Erwartungen der Kunden von Anbeginn an zu managen. Weitere Best-Practice-Beispiele veranschaulichten, was bei der Einführung von NMÜ zu beachten ist. Und der Alltag mit NMÜ zeigt: Es funktioniert bei manchen Inhaltsarten, bei anderen nicht; es funktioniert bei einigen Sprachpaaren gut und bei anderen weniger; es kann Geld sparen, kann aber teuer in der Einrichtung sein. Hier gilt es, den richtigen Partner zu finden. Ein wichtiger Punkt, der im Zusammenhang mit NMÜ und den verfügbaren Tools diskutiert wurde, war selbstverständlich Informationssicherheit, Datenschutz und DSGVO.

Rundum gelungen

Die vielen Fragen und angeregten Diskussionen, die in den Networking-Pausen weiter vertieft wurden, zeigten, dass NMÜ ein brisantes Thema mit vielen Facetten ist. Weitere vertiefende Veranstaltungen wären daher wünschenswert.

Maschinelle Übersetzung interessiert viele – Mehr Informationen dazu:

Falls Sie nicht teilnehmen konnten bzw. ohnedies gerne mehr Informationen zu diesem Thema hätten, dann fragen Sie einfach per E-Mail bei uns an und wir senden Ihnen gerne Unterlagen zu.