Kein Budget für Terminologie?

Die SCHEMA Conference hat auch dieses Jahr wieder viele Impulse gebracht und Neuigkeiten vermittelt. Klaus Fleischmann, Kaleidoscope, und Stefan Gruber-Barowitsch, Congram, haben dabei in einem Vortrag die Fragen behandelt, wie man Terminologie von der Technischen Dokumentation ausgehend im gesamten Unternehmen schmackhaft machen kann. Denn oft heißt es ja: Es gibt kein Budget für Terminologie! Wie man doch bekommt, was man will, dazu gab es im Vortrag Ideen und Anregungen. Und die wollen wir gerne auch hier teilen!

Kein Budget für Terminologie? Oder: Wie bekomme ich was ich will, ohne dass es jemand merkt

Terminologie ist wichtig und unumgänglich. Wir, die in der Technischen Dokumentation zu Hause sind, wissen das. Die Kollegen in den anderen Abteilungen meistens nicht.

Was die meisten im Unternehmen auch nicht wissen: Es wird bereits Terminologie betrieben. Aber unbewusst und unkontrolliert.

Oft ist es die Technische Dokumentation im Unternehmen, bei der fehlendes Terminologiemanagement aufschlägt: Die notwendige Rechtssicherheit gepaart mit den internen Aufwänden, konsistent und korrekt zu kommunizieren, macht die Notwendigkeit eines effektiveren Prozesses für einheitliche Benennungen schnell klar.

Dabei bedeutet ein ordentlicher Prozess für konsistente und korrekte Terminologie

  • mehr Umsatz
  • mehr Effizienz
  • weniger interne und externe Kosten

Daher gilt es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Terminologie in Abteilungen und Bereichen integriert werden kann.

Grundvoraussetzung dafür ist ein leaner und agiler Terminologieprozess:

Kein Budget für Terminologie? Überzeugen Sie mit einem leanen und agilen Terminologieprozess

Dieser Prozess lässt sich schnell in bestehenden Prozessen integrieren, da dieser

  • klare Zuständigkeiten
  • kollaborative Workflows
  • minimale Ziele
  • minimale Aufwände

ermöglicht.

Argumente für Terminologie

Während Terminologieprozesse einfach etabliert werden können und für klare Abläufe und Zuständigkeiten sorgen, befeuern technische Entwicklungen die Notwendigkeit für Terminologie und liefern so weitere Argumente für ihre Einführung. Zu erwähnen sind hier u.a.

  • Chatbots
  • AI Anwendungen
  • Search Engine Optimization (SEO)
  • Neural Machine Translation (NMT)

Denn um diese technischen Möglichkeiten nutzbringend einsetzen zu können, ist ein funktionierendes Terminologiemanagement Voraussetzung.

Doch Terminologie kann auch den Grundstein für Neuentwicklungen legen. Einer der Hauptanknüpfungspunkte ist die Digitalisierung, u.a. weil sie

  • ein neues Thema ist
  • abteilungsübergreifend gelebt wird
  • gefördert wird

Terminologie spielt in vielen Trends der Digitalisierung eine wesentliche Rolle. Die nahezu unüberschaubare Vielfalt dieser Trends lassen sich in fünf Gruppen zusammenfassen:

  • Produkte und Dienstleistungen
  • Kundenbeziehung und Marketing
  • Abläufe und Prozesse
  • Geschäftsmodelle und Wertschöpfungskette
  • Mitarbeiter und Unternehmenskultur

Hier bieten sich weitere erfolgversprechendere Ansätze, um Terminologiemanagement im Unternehmen zentral zu positionieren und erfolgreich einzuführen. Schließlich sind Digitalisierungsprozesse ohne konsistente Terminologie meist nicht sehr erfolgversprechend.

Weitere Informationen zum Thema Terminologie

Sollten Sie sich weiter im Thema der Terminologie vertiefen wollen, sind vielleicht auch unsere Videoreihen auf YouTube hilfreiche Anregungsquellen. So greift etwa die Webinarserie quickTerminology in sechs Teilen wichtige Aspekte der Terminologiearbeit auf. Terminologiemanagement in 4 Akten zeigt die Möglichkeiten auf, die unsere Terminologielösungen für Ihre Terminologiearbeit bieten können.

Wie erwähnt, stehen wir gerne für Fragen und Impulse zur Verfügung!